Zum Inhalt springen
Das Foto zeigt Laura Nolte und eine Gruppe von Athletinnen. Laura hängt einer Athletin eine Medaille um.

20.06.2026

Bob-Olympiasiegerin Laura Nolte ist begeistert von den Nationalen Spielen: „Es ist super fair hier“

Da, wo Laura Nolte war, war wenig Schatten. Die Bob-Olympiasiegerin von 2022 und 2026 aber klagte nicht, sondern war völlig begeistert von der großartigen Stimmung und der Freude der Athlet*innen im Saarbrücker Ludwigsparkstadion. Dabei musste sie am Samstagmorgen in Frankfurt wieder antreten zum Athletiktraining in der Vorbereitung auf die nächste Bob-Saison.

Laura Nolte war ganz schön gefordert bei den Special Olympics Nationalen Spielen im Saarland. Bei noch immer 33 Grad im Schatten hängte sie gemeinsam mit anderen Ehrengästen bei der Siegerehrung im Fußball am Freitag zwischen 19 und 19:45 Uhr den Athletinnen von insgesamt acht Teams Medaillen und Platzierungsschleifen um.

Nolte kam zum ersten Mal wirklich in Berührung mit einem Wettbewerb von Special Olympics, nachdem sie von den Weltspielen 2023 in Berlin aus der Ferne zwar einiges mitbekommen hatte, aber nicht vor Ort gewesen war. Es ging ihr wie den Meisten: Sie war tief beeindruckt und fand, dass es eine „sehr schöne Erfahrung“ war. Beim 3x3-Basketball fungierte sie bei einem Spiel als Co-Moderatorin für Sky. „Auch das hat riesen Spaß gemacht“, sagte sie, „ich habe schon oft 3x3 geschaut, und deshalb ging das dann sehr gut, auch wenn ich es das erste Mal gemacht habe.“

Danach ging`s zum Fußball, wo sie ihren Besuch in Saarbrücken mit der Siegerehrung abschloss. „Mir hat das super gut gefallen hier“, sagte sie, „sie kämpfen um den Sieg, und die Verlierer sind im ersten Moment schon traurig, aber dann fallen sie sich in die Arme und freuen sich gemeinsam. Es ist super fair hier.“ Imponiert haben ihr vor allem die Unified-Wettbewerbe, in denen Menschen mit und ohne Beeinträchtigung gemeinsam starten. Und zwar völlig ausgeglichen und ohne, dass womöglich ein*e Athlet*in ohne Behinderung alles dominiert – das ist durch eine entsprechende Regel ausgeschlossen.

Begeisterung auf beiden Seiten

So angetan wie die erfolgreiche Wintersportlerin von den Spielen war, so begeistert war die Special-Olympics-Familie auch von ihr. Hier die Bitte um den einen oder anderen Schnappschuss mit ihr, dort um ein Selfie „für meine Tochter, die ist ein riesen Fan von Ihnen“, und schon stand der oder die Nächste da und wollte auch mit ihr fotografiert werden und ihr eine Frage stellen. Sie erfüllte alle Wünsche mit großer Zugewandtheit. Und ein kurzes Interview via Stadionmikrofon in der Halbzeitpause des Unified-Finales kam bei den Athlet*innen, Familien und anderen Besucher*innen bestens an.

Laura Nolte steht bereits wieder voll im Training, denn die alte Regel gilt: „Wintersportler werden im Sommer gemacht.“ Im Mai fing das Sommertraining wieder an, und ab Oktober geht`s in die Eisrinne, um gut vorbereitet die neue Saison anzugehen mit dem ganz normalen Weltcup-Programm und der Weltmeisterschaft im norwegischen Lillehammer als Höhepunkt. Das Studium der Wirtschaftspsychologie in Bochum hat Laura Nolte abgeschlossen, sodass sie sich als Sportsoldatin voll dem Sport widmen kann und natürlich gerne an die großen Erfolge der vergangen Jahre anknüpfen will. Allerdings warten in diesem Sommer nach den Olympischen Spielen auch einige andere Aufgaben auf die dreimalige Weltmeisterin, die im Februar in Cortina d`Ampezzo neben Gold im Zweierbob auch noch Silber im Monobob gewonnen hatte. „Ich habe schon mehr Termine als sonst“, sagt sie, „viele Auftritte, Vorträge und Ähnliches. Aber das macht mir viel Spaß.“

Wie auch der Besuch bei den Special Olympics Nationalen Spielen. Vermittelt hat das übrigens die Ex-Bobkollegin Sandra Kroll, deren Bruder Michael seit langem bei Special Olympics tätig ist. Es fühlte sich so an, als sei es nicht ihr letzter gewesen.

Text: Ulrike Spitz  

Medienkontakt

Nadine Baethke

Pressesprecherin / Öffentlichkeitsarbeit
nadine.baethke@specialolympics.de
+49 (0)1577 / 13 69 108